Phân Ưu – Nachruf von Rupert Neudeck

Phân Ưu

Được tin

Dr. Ernst Albrecht,

nguyên thủ hiến tiểu bang Nieder Sachsen (1976 – 1990)

đã từ trần trần vào ngày 13.12.2014 tại Burgdorf/Hannover,

hưởng thọ 84 tuổi.

 

Tình cảnh thuyền nhân Việt Nam bắt đầu vượt biển đi tỵ nạn (Boat People) vào khoảng giữa thập niên 1970 sau khi miền Nam Việt Nam tự do mất vào tay cộng sản đã làm dư luận thế giới xúc động tìm cách giúp đỡ, vận động các quốc gia đệ tam thu nhận người tỵ nạn. Chỉ riêng Tây Đức là bình chân như vại khiến ông Ernst Albrecht, lúc bấy giờ là thủ hiến tiểu bang Niedersachsen đã  quyết định đơn phương nhận 1.000 thuyền nhân vào tiểu bang Niedersachsen bất chấp những cản trở từ nhiều phía.

Ngày 03.12.1978 một chiếc phi cơ quân sự Đức đáp xuống phi trường Hannover mang theo 163 thuyền nhân tỵ nạn Việt Nam đầu tiên tới Đức. Ông đã ra tận phi trường Hannover đón chào những người Việt tỵ nạn đầu tiên này và nói với họ:

Giờ đây, các bạn đã đến một đất nước nơi các bạn có thể sống tự do mà không sợ bị đàn áp bởi bất cứ ai … ở đây các bạn không còn phải lo sợ gì cả, các bạn có thể vững lòng và can đảm xây dựng lại cuộc sống của các bạn.”.

Sie kommen jetzt in ein Land, in dem Sie frei leben können, ohne von irgend-jemandem unterdrückt zu werden…, in dem Sie keine Furcht zu haben brauchen, sondern in dem Sie nun mit Zuversicht und Mut an den Neuaufbau Ihres Lebens herangehen können

Hành động nhân đạo và quả cảm của ông Albrecht đã được dân chúng và các chính giới Tây Đức nhiệt liệt ủng hộ và rồi các tiểu bang khác của CHLB Đức cũng bắt đầu tham gia, mở đầu cho chương trình thâu nhận 35.000 thuyền nhân người Việt theo tính cách nhân đạo vào Cộng Hòa Liên Bang Đức. Từ đó ông Albrecht đã trở thành ân nhân của Boat People Việt Nam ở Đức.

Cộng Đồng Người Việt Tự Do München Bayern xin trân trọng ghi ơn và nguyện cầu cho linh hồn ông Ernst Albrecht sớm được về nước Chúa.

 

 

Ernst Albrecht, der Freund der Bootsflüchtlinge, ist gestorben

Nachruf von Rupert Neudeck

14.12.14

Ernst Albrecht, der am 12.Dezember im Alter von 84 Jahren gestorben ist, war der einzige Politiker in der Nachkriegsgeschichte Deutschlands, der sich einer verfolgten Bevölkerung, den vietnamesischen Bootsflüchtlingen annahm. Wir haben ihn bei der gemeinsamen Rettungsarbeit schätzen gelernt. Weil er anders als sonstige zuständige Ministerpräsidenten und Ministeriale sich direkt leiten ließ von der Möglichkeit, als Chef eines deutschen Bundeslandes mehr zu tun, als die mühseligen politischen und publizistischen Debatten dann später zuließen.

Eine Gruppe von Deutschen wird die Nachricht mit besonders großer Bestürzung und Trauer empfinden: die Deutschen vietnamesischer Abstammung. Er nahm schon einige Monate vor der Begründung der Idee eines deutschen Rettungsschiffes tausend Vietnamesen auf. Sie waren damals zusammengepfercht auf einem chinesischen Schiff, der Hai Hong, einem klassischen Schleuserschiff. Dieses Schiff lief jeden Hafen am Süd-Chinesischen Meer an, um diese Last von verzweifelten Flüchtlingen loszuwerden: Vergeblich. Da wurde Ernst Albrecht darüber informiert, dass er mit einer Entscheidung ohne den Bund zu fragen, tausend Menschen aufnehmen könne. 2008 sahen wir bei der Feier der dreißig jährigen Wiederkehr des Tages den schon gesundheitlich angeschlagenen Ernst Albrecht noch einmal in großer Freude.

Er hat in den Jahren bis 1985 den Verantwortlichen von Cap Anamur immer bewiesen, dass Politik nicht nur genehmigen und zulassen, sondern sich auch aktiv an Rettung von Menschen beteiligen kann. Er nahm meist mehr auf, als Niedersachsen aufnehmen und akzeptieren musste. An einem Sonntag lud er uns 1981 nach Hannover Beinhorn in sein Haus ein, um sich ein Bild von den Rettungsaktionen an Bord der Cap Anamur zu machen. Anwesend war der langjährige Schiffsarzt Dr. Franz König, der große Freund und Mitkämpfer bei diesen Aktionen im Fernsehen, Franz Alt und ich selbst. Ich habe in 35 Jahren niemals einen Großpolitiker erlebt, der sich so für die Menschen und die Bedingungen ihrer Gefährdung durch Piraterie, Vergewaltigung und die sonstigen Gefahren des Meeres interessierte und sich kümmerte wie eben jener Dr. Ernst Abrecht.

Ich habe ihn vor anderthalb Jahren noch einmal gesehen in dem Haus in Hannover Beinhorn, das jetzt von seiner Tochter geführt wurde, Ursula von der Leyen. Er freute sich über den Besuch, bei dem Wort Vietnamesen schien er etwas zu ahnen. Einige Vietnamesen haben ihren Retter noch besucht.

Das Andenken an Ernst Albrecht ist nicht nur museal. Es wäre gut, wenn es jemanden gäbe, der in ähnlicher Menschen-rettender Beherztheit sich der Not und Tragik von – sagen wir tausend oder fünftausend Menschen für sein Bundesland annehmen würde. Wie das gehen soll? Es gibt eine Geschichte, die dazu aus dem Anlaß des Todes von Ernst Albrecht wert ist, noch einmal für unsere Tage bekannt zu werden. Er hatte der Cap Anamur wieder Plätze zugesagt, mehr als er und das Bundesland auf Grund des Verteilerschlüssels geben musste. Er gab das in der Kabinettsrunde bekannt. Daraufhin schrieb sein damaliger Innenminister Möcklinghoff auf einen Zettel: „Ich habe aber keine Plätze. Möcklinghoff“ und reichte den Zettel zu dem Ministerpräsidenten durch. Albrecht sah kurz auf den Zettel und schrieb mit gleicher Klarheit:

„Dann machen Sie welche. Albrecht!“

Das ist immer noch ein Vermächtnis, das auf einen Nachfolger wartet, liebe deutsche Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten!

Hunc meminisse iuvabit. Es wird uns bei den Kämpfen für mehr Plätze für Syrer, Iraker, Jeziden, Eriträer, Christen, Kurden usw. helfen, uns an Ernst Albrecht zu erinnern.

Rupert Neudeck

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